Mehr über Charly und die Tanzschule idance
1986 startete Charly Keller in der Waschküche mit dem Unterricht und Turniertanz von Rock'n'Roll zusammen mit Marlene Jetzer und Daniela Reinhard. In den darauffolgenden Jahren kamen noch Boogie-Jive, Salsa, Merengue, Bachata, Disco-Swing, Discofox, Tango Argentino, Walzer und viele weitere Stilrichtungen dazu. Selbst auf Baustellen,
Heute, viele Jahrzehnte später, unterrichtet und tanzt Charly Keller immer noch mit Erfolg. Unter anderem ertanzte er sich 2023, 2024 und 2025 den Schweizermeistertitel in der Kategorie IDO Merengue.
Ein Traum von Charly?
Als im Jahr 2026 Jasmin die Tanzschule idance Schweiz übernommen hatte, wusste Charly, dass diese Schule, sofern nicht nochmals ein Virus die Schweiz lahmlegt, auch im Jahr 2055 als idance World noch bestehen kann. Und wer weiss, vielleicht möchte dann sogar Emanuel, der Sohn von Charly, diese Schule eines Tages weiterführen.
Vorerst wird Charly aber weiterhin ohne Rollator Tanzkurse leiten, vor allem Privatlektionen für Hochzeitspaare oder als Comedy Unterhalter.
Hier auf dieser Seite findest Du eine kurze Zusammenfassung, wie Charly Keller aus Charly's Tanzschule am 30.11.20011 die Tanzschule idance aufgebaut hat, ergänzt mit Zeitungsberichten, TV-Auftritten, Erfolgen, Videos, Urkunden und vielem mehr.
Das idance Team hat aus der grossen Sammlung an Auftritten, Workshops, Shows, Medienberichten und Erfolgen hier eine Auswahl zusammengestellt.
Bis heute steht Charly Keller für eine Mischung aus Erfahrung, Humor, Disziplin, Kreativität und einem Unterricht, der nicht steif daherkommt. Sein Stil war nie einfach nur Schritt links, Schritt rechts, danke und tschüss. Es ging immer auch um Präsenz, Ausstrahlung, Musikgefühl, Respekt, Lockerheit und darum, Menschen so weit zu bringen, dass sie auf der Tanzfläche nicht aussehen, als würden sie gerade einen Schrank verschieben.
Viele denken, weil idance auf Englisch ich tanze bedeutet, sei der Name deshalb gewählt worden. Entstanden ist dieser Name aber aus einer eigenen Philosophie, die Charly in den Jahren 1997 und 1998 formulierte. Dabei bemerkte er, dass die wichtigsten Wörter tatsächlich das Wort idance ergeben.
Charly erinnert sich:
Seit jeher wünschte ich mir, dass meine Tanzschüler sich von mir inspirieren lassen, damit sie nach einigen Tanzkursen auf einfache Art und Weise selbständig eine lässige Danceperformance hinlegen können.
Bei uns erlernt der Schüler seine eigene Kunstform, Musik, Rhythmus und Körperlichkeit so zu kombinieren, dass er überall dort, wo Musik läuft und getanzt werden kann, Emotionen, Geschichten und Ideen auf tänzerische Art ausdrücken kann. Das ergibt unweigerlich eine tolle Atmosphäre.
Diese Eigenschaften werden von unseren Lehrern unkompliziert, mit Humor und auf natürliche sowie Charmante Art weitergegeben. So kann jeder die Erfahrungen sammeln, die er benötigt, um mit dem Tanzen zu verschmelzen.
Humor gehört für Charly immer dazu. Tanzunterricht soll nicht trocken und geschniegelt wirken, sondern lebendig. Wer bei idance lernt, soll nicht nur Schritte auswendig kennen, sondern lockerer werden, Selbstvertrauen aufbauen und Menschen mit Respekt begegnen. Oder einfacher gesagt: weniger Brett vorm Kopf, mehr Leben in den Beinen.
Zwischen 1986 und 2022 standen Tänzerinnen und Tänzer von idance insgesamt 1129 Mal auf der Bühne. Dazu kamen 266 Platzierungen. Ein Teil davon waren erste und zweite Ränge, viele weitere lagen auf Podestplätzen oder im Spitzenbereich.
Charly war nicht nur Tänzer, sondern auch Lehrer, Choreograf, Organisator, Dozent und manchmal wohl auch Teilzeit-Wirbelsturm. Zu seinen Bereichen gehören unter anderem:
Zusätzlich war er an Schulen, Projektwochen, Musicals, Festivals, Tanzshows und Ausbildungen tätig. Er arbeitete unter anderem für oder mit FHNW, HFGS, Rheumaliga, Pro Senectute, Juventus Schulen, UPD Bern, Volkshochschulen und verschiedenen Klubschulen.
Ausgebildet oder geprägt wurde Charly unter anderem von Henry Herrera, Edie the Salsa Freak, Sonja Pop, Ramon Morales, Vanesa Merida, Mykel Fonts, Kirenia Cantin, Alberto Valdes, Eider und Luisa sowie weiteren namhaften Lehrern.
Im Lauf der Jahre entstanden durch Charly, seine Arbeit und sein Team mehrere Tanzschulen, Filialen und Ausbildungswege. Ehemalige Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gründeten später selbst Schulen oder unterrichteten an neuen Standorten. Dazu gehören Projekte in Aargau, Zürich, Solothurn, Saanenland, Zweisimmen, Winterthur, Wetzikon, Biel, Olten, Wohlen und weiteren Regionen.
Auch als Dozent und Projektleiter war Charly stark eingebunden. Er arbeitete an Choreografien für Musicals, Festivals, Modeschauen, Projektwochen und Unterrichtsprogrammen für Schulen und Institutionen. Kurz gesagt: andere schrieben Konzepte, Charly stand oft schon auf der Bühne, während sie noch den Ordner suchten.
Ob schwerer Motorradunfall, aus einem brennenden Car zu entkommen, grossbrand in Brugg vereiteln... ist die klare Botschaft, dass das Leben kurz ist und man es nicht auf später verschieben sollte. Sein Grundsatz dazu lautet:
Ein Jetzt wird es immer geben, ein nachher nicht.
Charly Keller ist nicht einfach nur ein Tanzlehrer. Er ist Tänzer, Gründer, Bühnenmensch, Lehrer, Choreograf, Organisator, Dozent und Ideengeber. Er hat Generationen von Tänzern geprägt, unzählige Auftritte gestaltet, neue Formate aufgebaut und idance zu einer bekannten Marke gemacht.
Oder einfacher gesagt: Seit 1986 macht Charly nicht einfach Tanzunterricht. Er lebt Tanz. Und zwar nicht geschniegelt geschniegelt geschniegelt, sondern mit Erfahrung, Humor, Biss und einer Geschichte, die deutlich grösser ist als ein normaler Lebenslauf.
Was gibt es ausser den über 2000 Auftritten, Shows, Turnieren und allem, was ich sonst so alles mit dem idance und Tänzern erlebt habe? Mehr dazu findest Du unter folgendem Link.
Ich versuche es mal mit ein paar Anekdoten, die fast niemand weiss. Es war in Spanien, als ich 14 oder 15 Jahre jung war, da retteten meine Mutter und ich einer Mutter ihr Baby von dessen Vater, der auf seine Frau einstach.
Im Jahr 2014 habe ich im Kerenzerberg in einem Hallenbad einem 18-Jährigen das Leben gerettet, indem ich ihn vom Boden des Hallenbades heraufholte und zurück zu unserer Welt holte.
1985 versuchte ein Pfarrer im Winter mit seinem Auto vor einem Bahnübergang anzuhalten. Doch es war eisig und sein Auto kam nicht vor der Schranke zum Stillstand und wurde voll von einem Zug erfasst. Er flog durch die Windschutzscheibe und als Ersthelfer machte ich mich nützlich.
2019 machte sich meine Rettungssanitäter-Ausbildung bezahlt, als ich in Deutschland im Rulantica Wasserpark neben dem Europa-Park Rust einen Mann reanimierte. Schlussendlich kümmerten sich rund 30 meiner Kameraden von der Europa-Park-Feuerwehr, dem Sicherheitsdienst und den Notfallhelfern um den reibungslosen Ablauf.
Ach so, auf der Fahrt von Callela nach Salou in Spanien fing der Reisecar Feuer. Da der Fahrer nur Katalanisch beherrschte, durfte ich den Insassen schreiend auf sechs Sprachen klarmachen, sie sollen diesen verdammten Car endlich verlassen.
Es gibt noch mehr solche Gegebenheiten und ich frage mich, gehört dies überhaupt hierher? Zu einem Lebenslauf sollten doch eher lustige Sachen von mir zum Vorschein kommen. Da ich ja eh ein ADHS-Kind bin, gepickt mit Prosopagnosie. Mehr Infos dazu findest Du hier.
Zurück zu meinem Leben, meiner Philosophie. Hast Du Dich schon mal gefragt, ob Du genau in diesem Moment, in dem Du diese Zeilen liest, glücklich bist, dass Du noch unter uns weilst? Wenn Du jetzt kurz zehn Sekunden Gedanken über Dein Leben machst, wie fühlst Du Dich? Lebendig?
Ich finde es jedenfalls in diesem Moment lässig, dass Du diese Seite liest und ich bin sogar erleichtert, denn somit weiss ich, dass Du genau in diesem Moment, in dem Du dies liest, noch unter uns weilst. Mit bitterer Erkenntnis erfuhr ich am 05. Juli 1999 am eigenen Leib, dass jedes Leben bereits in der nächsten Sekunde zu Ende sein kann:
Bei einer herrlichen Überlandfahrt mit meinem neuen Motorrad musste ich plötzlich einer Katze ausweichen, einer vierbeinigen wohlverstanden, und flog in einen romantischen, aber verdammt harten Acker. Innert wenigen Sekunden zog mein bisheriges Leben an meinem geistigen Auge vorbei. Seit diesem Vorfall kann ich mich wieder an Ereignisse meiner Kindheit erinnern, die ich vergessen hoffte, äh glaubte. Dass ich auf dem einzigen fussballgrossen Stein landete, den es weit und breit zu finden gab, war ja von vornherein klar.
Da lag ich wie ein Käfer auf dem Rücken, ähnlich wie meine schwangere Fabienne kurz vor dem Entbinden, und blickte in den rosaroten Himmel. Irgendwo weiter oben am Strassenrand konnte man ein Objekt orten, das eine erahnbare Ähnlichkeit mit meinem Motorrad aufwies, das ich übrigens knapp eine Woche vorher erstanden hatte. Natürlich hatte ich damals keine Vollkaskoversicherung abgeschlossen. Wozu auch? Ich kann ja fahren.
Ein Wunder. Mein Gehirn hatte nicht noch mehr Schaden genommen. Ich betrachtete die stahlblauen Wolken, der Himmel war so schön gräulich und die Vöglein bellten. Ein Bächlein zwitscherte und ein einsamer Hund plätscherte unweit von mir entfernt vorüber. Die Bäume bogen sich vor Lachen, äh im Winde, und der freudige Lärm der vorbeifahrenden Autofahrer erhellte meine trübe Lage. Immerhin blieb dadurch die Hoffnung bestehen, doch noch gerettet zu werden, sobald sich auch nur eines dieser verdammten Dinger dazu entschliessen würde anzuhalten. Doch scheinbar dachten die Fahrer, ich würde ein kleines Nickerchen machen oder dies sei meine Art vom Motorrad zu steigen. Und dieses hätte ich zum Spass auf den Kopf gestellt.
Logisch. Ich parke immer so.
Du wunderst Dich jetzt bestimmt schon zum zweiten Mal, was diese Worte auf dieser Seite verloren haben. Um ehrlich zu sein, ich weiss es selbst auch nicht so genau. Vielleicht hat mein Fur..., ich meine Sturz, trotzdem Spuren hinterlassen.
Vielleicht wollte ich aber auch wieder einmal allen bewusst machen, wie kurz und wertvoll unser Leben ist. Und dass es sich zum Beispiel nicht lohnt, wegen einer winzigen kleinen Meinungsverschiedenheit morgens das Haus mit einer Wut im Bauch zu verlassen. Diese verraucht meiner Erfahrung nach meistens wieder. Doch was, wenn uns keine Zeit mehr bleibt, uns zu versöhnen?
In Momenten solcher Erkenntnis frage ich mich, weshalb wir Menschen uns über Kleinigkeiten aufregen. Weshalb versuchen wir nicht, unser kurzes Leben zu geniessen und probieren vielleicht einmal etwas ganz Neues?
Jedenfalls bin ich froh, dass ich nun im hohen Alter meine Weisheiten weitergeben kann, sei es an Tanzschüler oder Azubis, die bei uns die Tanzlehrerausbildung machen.
Als Tänzer und Tanzlehrer durfte ich nun eine ganz andere Lebensschiene nehmen als bisher angenommen. Ich lebe nun in einer Welt, die viele Menschen gar nicht kennen. Es ist eine lässige, spannende und befriedigende Welt. Und wenn der Tag kommt, bei dem auch ich diese Welt verlassen muss, kann ich doch sagen, dass ich viele andere Menschen ebenfalls auf diese Schiene in meinem Zug mitnehmen durfte.
Diese Schüler werden zum Glück nicht mit 70 oder 80 Jahren zu denen gehören, die auf einmal merken:
Scheisse, ich habe in meinem Leben was verpasst!
Interessant scheint mir, dass es Menschen oft erst dann gelingt, ihre restliche Zeit intensiv zu geniessen, wenn sie wissen, dass sie nicht mehr lange zu leben haben oder dem Tod entronnen sind.
Deshalb hoffe ich mit meinen Worten noch mehr Menschen dazu zu bringen, das Leben heute zu leben und nicht auf morgen zu verschieben, denn wie sagte ich einst in meinem Buch „Vom Elch verfolgt“?
Ein Jetzt wird es immer geben, ein nachher nicht!
Meine Philosophie, dass wir nicht nur den Kindern eine Perspektive geben sollen, sondern auch den erwachsenen Menschen, ist auch nicht jedermanns Sache. Denn in den vielen Jahren seit 1986 habe ich aus Gesprächen mitbekommen, dass bis zu 90 Prozent der Schüler eines Tanzkurses denken, dass es dem anderen besser geht. Dass der andere einen besseren Job, eine bessere Beziehung oder eine bessere Zukunftsperspektive hat. Doch das stimmt meistens nicht.
Ich lebe nach der Devise, das Leben, das sehr kurz ist, so gut es halt geht zu geniessen. Immerhin kann ich nach Hause gehen, ohne in riesigen Abfallbergen nach etwas Essbarem zu suchen, wie viele andere hunderte von Millionen Menschen. Ich muss auch nicht stundenlang oder sogar tagelang auf Wassersuche gehen. Ich kann einfach den Wasserhahn einschalten, die Hände reinigen, einen Schluck Wasser nehmen, zum Kühlschrank gehen und etwas für den Gluscht vor dem TV zur Gemüte nehmen.
Ich muss auch nicht nach draussen hinter das Haus gehen, um zu scheis.... oder zu pin.... und danach mit den Händen, Blättern oder Zeitungspapier meinen Po reinigen. Nein, ich kann in einem geheizten Badezimmer mein Geschäft verrichten oder an diesem Lebenslauf schreiben, während das Wasser in die Badewanne läuft. Ich muss zum Glück auch nicht mit seit Wochen nicht gereinigten Kleidern ins Bett. Ich kann meine Kleider durch meine Waschmaschine reinigen lassen, um nicht am Fluss oder im dreckigen Regenwasser waschen zu müssen. Ich könnte noch stundenlang aufzählen, was ich alles habe und was andere Menschen nicht haben. Und trotzdem sind wir ein Land, das nicht so zufrieden ist, wie es sein könnte.
Doch zurück zu mir. In all den Jahrzehnten habe ich Unterrichtsstoff gesammelt und in meinem Lehrermittel verewigt:
„Dance like Charly? No, better!“
So können unsere Azubis einen Unterricht auch auf lustige Art und Weise durchführen. Zum Beispiel ist es sicher lässiger, wenn in der ersten Lektion eines Grundkurses aufgezeigt wird, wie ein Mann eine Dame auf verschiedene Arten auffordern kann, wie ein Mann eine Dame auf der Tanzfläche behandelt oder wieder an ihren Sitzplatz zurück bringt. Wenn in der ersten Lektion oder an einem Workshop viele Menschen sich noch nicht kennen, bringt diese Darbietung ein wenig Lockerheit und die Teilnehmer wirken weniger angespannt.
Schülern mit Hilfe des Tanzens alltägliches Wissen über Höflichkeit, Benehmen und Alltägliches näherzubringen, ist ebenfalls etwas Spezielles. Nicht, dass ich es auch immer anwende oder von der pädagogischen Sicht optimal anwende, aber ich finde, wenn etwas lustig herüberkommt, dann hat es seinen Zweck erfüllt, denn: